Bald zu wenig Platz in Flanderns Altenheimen

Nach Berechnungen der Freien Universität Brüssel (VUB) schreitet die Vergreisung der Bevölkerung im belgischen Bundesland Flandern so schnell voran, dass schon jetzt rund 22.000 Betten zu wenig in den hiesigen Altenheimen zur Verfügung stehen. Die sorge mancherorts für kaum noch tragbare Zustände.

Die Bettenknappheit in den Altenheimen in Flandern wird rasch akuter und dies belegt eine Universitätsstudie aus Brüssel, nach der bis zum Jahr 2020 rund 22.000 Betten fehlen bzw. dass 22.000 Betten weniger zur Verfügung stehen, als die flämische Landesregierung für notwendig erachtet.

Augenblicklich stehen in Flandern 75.000 Betten für Senioren in den Altenheimen zur Verfügung und laut Landessozial- und Wohlfahrtsminister Jo Vandeurzen (CD&V) sollen in den kommenden drei Jahren rund 9.000 Betten hinzukommen. Bis 2020 sollen aber in Flandern nach eigenen Berechnungen der Landesregierung bis zu 100.000 Aufnahmeplätze in den Seniorenheimen verfügbar sein.

Das Problem ist wohl, dass diese Zahlen auf dem Stand von 2008 stehen. Sie tragen aber kaum Rechnung mit der Tatsache, dass die Vergreisung der Bevölkerung inzwischen schneller ansteigt, als eigentlich „geplant“.

Damit nicht genug, so die VUB-Studie: Auch andere Lösungen für Senioren, wie z.B. Serviceflats, Pflege und Betreuung bei den alten Leuten zuhause oder betreutes Wohnen auch in Wohngemeinschaften haben in Flandern auf Dauer nicht die Kapazität, die bis 2020 gebraucht wird.