Die "Frittenbude" auf dem Weg zum Kulturerbe?

Die Föderation Wallonie-Brüssel macht in Sachen „Kultur der Frittenbude“ jetzt Nägel mit Köpfen. Anlässlich der sechsten Ausgabe der „Woche der Fritten“ nahm die frankophone Föderation Belgiens die „Frittenbude“ in die regionale Liste des Immateriellen Kulturerbes. Dieser Vorgang ist ein wichtiger Schritt zur Aufnahme der belgischen „Frittenbude“ in das UNESCO-Weltkulturerbe.

Als Immaterielles Kulturerbe bezeichnet man gemeinhin kulturelle Ausdrucksformen und Gegenstände, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Dies ist nach Ansicht der Föderation Wallonie-Brüssel bei der Frittenbude, in Belgien gerne sowohl in Niederländisch, als auch in Französisch „Frietkot“ oder "Fritkot"genannt, der Fall.

Diese Anerkennung ist ein wichtiger Schritt auf dem Web zur Aufnahme der Frittenbude in das UNESCO-Weltkulturerbe, denn bevor dies in die Wege geleitet werden kann, müssen alle Länder und Regionen eines Föderalstaates, wie Belgien, das besagte Kulturgut selbst auch unter Schutz stellen.

Das belgische Bundesland Flandern stellte die Frittenbude, oder genauer die Frittüre, bereits 2014 in die Liste des Kulturgutes ein und die Französische Gemeinschaft erkennt die Frittenbude ebenfalls als Immaterielles Kulturerbe an.

Mit der Föderation Wallonie-Brüssel sind jetzt fast alle Länder und Regionen mit dabei: Flandern, die Wallonie und auch die Region Brüssel-Hauptstadt. Nur in der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Ostbelgien muss dieser Schritt noch vollzogen werden. Dann ist die UNESCO am Zuge, denn entsprechende vorbereitende Anträge aus Belgien wurden bereits eingereicht.