Mit Mystery Calls Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt aufdecken

Mit Testanrufen in Unternehmen will Arbeitsminister Kris Peeters (CD&V) gegen Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt vorgehen. Er läßt deshalb untersuchen, ob die Regierung langfristig so genannte Mystery Calls durchführen darf.

Die Testanrufe bei den Unternehmen wären anonym. Damit wolle man Diskriminierung in Unternehmen aufdecken, heißt es im Kabinett Peeters. Der belgische Arbeitsminister ist der Auffassung, dass es nicht ausreiche, wenn sich Firmen selbst kontrollierten und läßt die Rechtmäßigkeit von "Mystery Calls" untersuchen.

"Ich bin der Meinung, dass gegen Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt vorgegangen werden muss. Jedes Instrument, das hierzu beitragen kann, sollte untersucht werden. Ich weiß, wie sensibel das Thema Mystery Calls ist, weil man schnell davon ausgeht, dass das zu einer Hexenjagd führt. Das ist aber nicht das Ziel. Wir müssen alle an einem Strang ziehen, wenn es um Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt geht", erklärte Peeters gegenüber der VRT.

"Ich werde alles tun, damit das möglich wird, aber natürlich ist ein Konsens mit den Sozialpartnern nötig", führte Peeters weiter aus. Und falls das nicht gelinge, müsse man sich wenigstens innerpolitisch einig werden.

Einfach wird das jedoch wohl kaum, denn seine flämischen Koalitionspartner von der N-VA und der Open VLD sind dagegen.