Hacker-Angriff auf EU-Kommission

Hacker haben Computersysteme der EU-Kommission angegriffen und Internetangebote gestört. Ein EU-Sprecher bestätigten am Freitag die mehr als dreistündige Attacke vom Vorabend. Daten seien dabei aber nicht gestohlen worden. "Unsere Systeme sind sicher", hieß es.
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Die Attacke erfolgte während eines Besuchs des ukrainische Präsident Petro Poroschenko in Brüssel Mögliche Erkenntnisse, wer hinter dem Angriff steckt, wollte der Sprecher nicht preisgeben: "Ich habe Ihnen alle Informationen gegeben, die bei einem solchen Thema zu geben sind. Und ich habe deutlich gemacht, dass wir mehr wissen, als wir sagen."

Zeitgleich mit dem Hacker-Angriff besuchte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko Brüssel, um über Visa-Freiheit für Reisen in die Europäische Union zu verhandeln. Der Kommissionssprecher wollte sich nicht dazu äußern, ob es einen Zusammenhang geben könnte.

Bei dem Treffen war unter anderem über die Sanktionen gegen Russland wegen des Ukraine-Konflikts gesprochen worden. Russland war schon mehrfach unter anderem von den USA vorgeworfen worden, sich mit Hacker-Angriffen in politische Vorgänge eingeschaltet zu haben

Nach Informationen der Kommission handelte es sich um eine sogenannte Denial-of-Service-Attacke, bei der Hacker mit massivem Datenvolumen von außen Webseiten lahmlegen. Ein EU-Beamter hatte schon am Donnerstag erklärt, Hackerangriffe auf die EU gebe es praktisch jede Woche.