Zuschüsse für flämisch-wallonische Kulturprojekte

Flandern und die Wallonie werden das 2012 geschlossene gemeinsame Kulturabkommen jetzt auch mit Zuschüssen versehen. Im Rahmen des derzeit stattfindenden NEXT-Kulturfestivals in Westflandern (Foto) und den angrenzenden Regionen unterstrichen die Kulturminister beider Bundesländer diese weiterführende Kooperation.

Flanderns Landeskulturminister Sven Gatz (Open VLD - kl. Foto) und seine wallonische Amtskollegin Alda Greoli (CDH) machen gemeinsam 200.000 € aus ihren Haushalten frei, um grenzüberschreitende Kulturprojekte auch finanziell zu unterstützen. Insgesamt können davon 18 Projekte profitieren. Das sind zum Beispiel gemeinsame Projekte der flämisch-brüsseler Theatergesellschaft BRONX und dem französischsprachigen Brüsseler Theater ‚La Montagne Magique‘ oder eine Kooperation zwischen dem LOD Musiktheater aus Gent und der frankophonen Gesellschaft Cie.Artara aus Brüssel.

Alleine 40.000 € gehen an das NEXT-Festival, dass in dieser Hinsicht als „Speerspitze“ gilt. Dieses Festival mit Schwerpunkt in Kortrijk (Westflandern) besteht seit 2008 und will mit einem Mix aus den verschiedensten Bühnenkünsten beweisen, dass Kultur keine Grenzen kennt. NEXT-Programmpunkte sind in den flämischen Städten Kortrijk, Ypern und Menen zu sehen, aber auch im wallonischen Tournai (Hennegau) und in den nordfranzösischen Metropolen Lille und Roubaix. Damit bespielt NEXT Städte in der gesamten sogenannten „Eurometropole“.

Alda Greoli, die wallonische Kulturministerin, sagte dazu: „Die Rücksprache zwischen den Ministern ist stärker denn je. Dossiers, wie Filmgutachten, die Tax-Shelter für Bühnenkünste (Steuervergünstigungen zur Kulturförderung, wie sie z.B. für Filmproduktionen in Belgien gelten (A.d.R.)) oder die Kulturkommunikation in Brüssel sind wichtige Themen, auf die wir gemeinsam setzen.“

Aus Richtung Flandern ergänzte Kulturminister Sven Gatz: „Wir als Minister, unsere Verwaltungen und der Kultursektor im Allgemeinen suchen uns gegenwärtig häufiger auf. Ein starker Umschwung im Vergleich zu früher.“