Gemälde von Rubens und Bruegel werden restauriert

Das „Selbstporträt“ von Rubens aus dem Rubenshaus und die „Dulle Griet“ von Pieter Bruegel dem Älteren aus dem Museum Mayer van den Bergh werden restauriert. Die beiden Meisterwerke verlassen Antwerpen im kommenden Januar und werden dort erst 2018 und 2019 wieder zu sehen sein.

Die beiden weltberühmten Gemälde gelten als Ikonen der flämischen Kunst und verlassen ihre Museen nur äußerst selten. Ab Januar 2017 werden sie in Brüssel im weltberühmten Königlichen Institut für das Kunstpatrimonium restauriert.

Erst werden die Restauratoren beide Kunstwerke untersuchen und dies anhand schon vorliegender Berichte von Sachverständigen. Schon 2012 brachten Analysen des Teams von Professor Dr. Martens von der Universität Gent mithilfe von Makrofotografie, Infrarot- und Röntgenaufnahmen verblüffende Resultate über die „Dulle Griet“ ans Licht. So wurde deutlich, dass Pieter Bruegel das Gemälde selbst „Dulle Griet“ getauft hatte. Auch wurden so die ursprünglichen Skizzen und Farben sichtbar.

Das Conservation Departement der National Gallery in London untersuchte das „Selbstporträt von Rubens 2014. Dabei zeigte sich, dass die heutige Firnisschicht sehr komplex zusammengestellt ist und äußerst vorsichtig entfernt werden muss. Nach einer technischen Prüfung beginnt dann die Arbeit der Restauratoren.

Ab dem 6. Dezember und bis zum 15. Januar sind verschiedene Aktivitäten (Lesungen, Workshops und Führungen) geplant, die es ermöglichen beide Meisterwerke ein letztes Mal vor der der Restauration zu bestaunen.