Westflämische Landwirte lernen rumänisch

Die Zahl der aus Rumänien kommenden Erntehelfer und Saisonarbeiter in der Landwirtschaft (Archivfoto) im belgischen Bundesland Flandern steigt seit einigen Jahren kontinuierlich. Deshalb organisiert der Bauernbund jetzt Sprachkurse für die hiesigen Landwirte, damit sich diese besser mit ihren rumänischen Saisonarbeitern verständigen können.

Ab Januar 2017 bietet der Bauernbund, Abteilung Westflandern, in Roeselare Sprachkurse für Landwirte an, die zumindest rudimentär Rumänisch lernen wollen. Dies soll die Kommunikation mit den rumänischen Erntehelfern erleichtern. Mittlerweile kommen rund 15 % aller Saisonarbeiter, die in Flandern bei der Ernte oder zu anderen Zeiten in der Landwirtschaft helfen, aus Rumänien - Tendenz steigend.

Früher kamen die meisten Erntehelfer, die in Flandern in der Saison arbeiteten, aus Polen, doch inzwischen nimmt die Zahl der Rumänen zu. Die polnischen Erntehelfer blieben zumeist in Belgien, doch Rumänien will seine Landsleute im Land halten und erleichtert deswegen die Saisonarbeit in anderen EU-Ländern.

Die Rumänisch-Kurse in Roeselare sollen für die westflämischen Landwirte nicht zu viel Grammatik enthalten, sondern vielmehr auf Sprechen und Verstehen aufgebaut werden. Es handelt sich ja in erster Linie um eine leicht verständliche Kommunikation zwischen den Bauern und den Saisonarbeitern. Finden diese Sprachkurse im westflämischen Roeselare Anklang, werden sie auch auf andere Provinzen in Flandern ausgeweitet.