Prinz Laurent fällt vehement aus der Rolle

Prinz Laurent, der Bruder von König Philippe, hat im Rahmen eines Interviews mit einer frankophonen Journalistin schwer gegen seine Familie und gegen die Politik ausgeholt. Man solle ihn in Ruhe arbeiten lassen, so der Prinz, der regelrecht aus der Rolle viel, als er vor laufender RTL-Kamera auf die Buchhaltung seiner Unternehmen angesprochen wurde.

Das Ganze begann recht unschuldig im Rahmen eines Kolloquiums im belgischen Senat zum 30. Jahrestag der Einführung der Gesetzgebung zum Tierschutz, zu dem Prinz Laurent eingeladen war. Laurent ist zum einen als direktes Mitglied der königlichen Familie Senator und zum anderen bekanntlich ja auch bekennender Tierschützer.

Während eines Gesprächs mit einer Journalistin des Sudpresse-Verlags, holte der Prinz verbal gegenüber all jenen aus, die ihn seit Jahren „beschimpfen“ und ihm „lästig fallen“ würden. Das betreffe nicht nur einige bestimmte Politiker, sondern auch Mitglieder seiner Familie, so Laurent. Bei dem Gespräch war ein Kamermann des Privatsenders RTL zugegen, der das Ganze mitschneiden konnte.

Prinz Laurent verlor seine Contenance (siehe das Video in französischer Sprache am Ende dieses Beitrags) schon bei ersten (und einzigen) Frage, bei der mutmaßliche Unregelmäßigkeiten in der Buchhaltung seiner beiden Unternehmen, die zum Renewable Energy House in Brüssel gehören, das Thema waren: „Sprechen Sie nicht von den Bilanzen oder ich verliere meine Geduld. Ich werde seit Jahren beleidigt und man fällt mit lästig. Damit hindert man mich an meiner Arbeit.

Die Buchhaltung seiner Unternehmen sei fehlerlos: „Ich habe mein Leben lang mehr zu diesem Staat beigetragen, als ich zurückbekommen habe. Ich habe Millionen Euro an Steuern bezahlt. Und jetzt kommen Sie und sagen, dass meine Bilanzen nicht in Ordnung sind. Wenn man mich in Ruhe lassen würde, sowohl meine Familie, als auch Politiker, dann könnte ich sehen lassen, dass meine Rechnungen sogar finanzielle Überschüsse aufweisen!

Der Prinz wählte bei seinen Ausführungen nicht gerade eine für ein Mitglied der belgischen Royals übliche Sprache. Genervt sagte er zum Beispiel gleich mehrmals, dass man ihm nicht „auf den Sch… gehen“ solle.