Belgische Banken und Deutsche Bank in Belgien investierten in Atomwaffen

Die belgische KBC-Bank hat zwischen Januar 2013 und August 2016 indirekt 117 Millionen US-Dollar in die Entwicklung von Atomwaffen investiert. Das geht aus einem Bericht der Friedensorganisation PAX hervor, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Auch ausländische Banken in Belgien wie BNP Paribas Fortis, die ING und die Deutsche Bank sind in dem Bericht aufgelistet.

Der so genannte 'Don't Bank on the Bomb'-Bericht deckt auf, dass die Banken zwischen Januar 2013 und August 2016 werltweit mehr als 498 Milliarden Dollar in Atomwaffen-Hersteller investiert haben. Das erfolgte unter anderen in Form von Krediten, Emission von Aktien und Obligationen.

 

Auch die belgische KBC ist nicht "atomwaffenneutral". Die Bank investierte zwischen 2013 und 2016 rund 117 Millionen Dollar in das britische Dienstleistungsunternehmen Serco, das zwei Drittel der Anteile von AWE-ML hält. Letzteres Unternehmen ist für die Produktion und den Unternhalt britischer Atomwaffen zuständig.

Ferner werden mehrere der ausländischen Großbanken, die in Belgien aktiv sind, in dem Bericht genannt. BNP Paribas Fortis ist der größte Sünder. Die französische Bank investierte zwischen 2013 und 2016 gut neun Milliarden US-Dollar und führt damit die Liste in Europa an.

Auch die Deutsche Bank und ING investieren Geld in Atomwaffen-Hersteller. Es handelt sich um respektive 3.775 und 457 Millionen Dollar.

Die Top Ten der Liste ist dagegen US-amerikanisch. Debei stehen Blackrock, Capital Group und Vanguard an der Spitze.

Die belgische VoG Vrede (dt.: "Friede") reagiert empört auf den PAX-Bericht.

Die Bank KBC verteidigt sich und unterstreicht, dass die Nachhaltigkeitsrichtlinien der Bank am 12. September dieses Jahres auf den neuesten Stand gebracht worden seien, aber dass PAX dies noch nicht in ihrem Bericht berücksichtigt habe.