Belgien führt keine Zuckersteuer ein

Belgien wird keine umfangreiche Zuckersteuer einführen. Seit diesem Jahr bezahlt man in Belgien zusätzliche Akzisen auf Softdrinks. Dadurch sind diese etwas teurer geworden. Ziel war, die Steuer auch auf andere süße Produkte auszuweiten. Doch die Regierung ist von diesem Plan wieder abgewichen, weil sie unter anderem befürchtet, dass eine Ausweitung der Zuckersteuer unsere Kaufkraft beeinträchtigt.
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Ferner ist dem Vorschlag zur Zuckersteuer nicht gerade mit Begeisterung begegnet worden. Im vergangenen Jahr hat Belgien eine Art Mini-Steuer auf Softdrinks umgesetzt. Das hat jedoch das Kaufverhalten der Belgier nicht verändert. Die Belgier kaufen auch weiterhin ungesunde, zuckersüße Getränke, obwohl diese nun ein paar Cent teurer sind.

Kritiker behaupten, dass eine solche Maßnahme vor allem eine budgetäre Maßnahme sei. Jetzt, da keine große Zuckersteuer eingeführt wird, wird die Regierng auch keine erhofften 250 Millionen Euro einnehmen. Diese Mindereinnahmen, sagen Kritiker, werden im Haushalt mit anderen Maßnahmen aufgefüllt  werden müssen.