"Way of Life"-Islamisten stehen vor Gericht

In Antwerpen hat am Montag der Prozess gegen die radikal-islamistische Organisation „Way of Life“ begonnen. Hinter diesem Namen verbirgt sich eine Nachfolgeorganisation der verbotenen Sharie4Belgium. Angeklagt sind acht Mitglieder von „Way of Life“ von denen sechs im Justizpalast von Antwerpen (Foto) auch erschienen.

Die Anklage forderte zum Auftakt des Verfahrens gegen die acht Mitglieder von „Way of Life“ Haftstrafen von bis zu fünf Jahren wegen der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Den Angeklagten wird vorgeworfen, entweder in Syrien für die Terrorgruppe IS gekämpft zu haben oder den Versuch gestartet zu haben, nach Syrien auszureisen.

Von den acht Angeklagten waren sechs am Montag vor Gericht erschienen. Für fünf der Verdächtigen fordert die Staatsanwaltschaft Antwerpen Bewährungsstrafen. Diese Bewährungsstrafen werden allerdings an strenge Auflagen gebunden. Eine davon ist ein verpflichteter Besuch des Holocaust-Mahnmals im Museum Kaserne Dossin in Mechelen (Prov. Antwerpen).

Die Antwerpener Polizei hatte die Sharia4Belgium-Nachfolgeorganisation „Way of Life“ schon lange im Visier. Als die sich die Dinge entwickelten, z.B. nach der Rückkehr von Syrien-Kämpfern bzw. nach vereitelten Versuchen von Beteiligten, nach Syrien auszureisen, um sich der IS anzuschließen, griff die Justiz ein.