Suspendierung nach Porno im Innenministerium

Das belgische Innenministerium in Brüssel hat eine Mitarbeiterin vom Dienst suspendiert, nach dem sie auf pornografischen Fotos aufgetaucht war, die im Fahrstuhl und in einem Büro in der Direktionsabteilung entdeckt worden war. Die Frau war gegen ihre Suspendierung beim Staatsrat vorgegangen, doch ihre Klage wurde abgewiesen.

Kollegen der Betroffenen, eine Verwaltungsangestellte im Bundesinnenministerium, die ungenannt bleiben will, hatten eine Reportage im französischen Fernsehen gesehen, bei der es um Frauen ging, die ihr Gehalt mit sexuellen Dienstleistungen verbessern. Dabei erkannten sie ihre Kollegin und sie mussten nach einiger Internetrecherche feststellen, dass auch pikante Fotos an ihrem Arbeitsplatz in den Gebäuden des Innenministeriums an der Waterloolaan in Brüssel entstanden waren.

Die Direktion beschloss daraufhin, die Mitarbeiterin vom Dienst zu suspendieren. Er begründete dies damit, dass sie als bezahlte Pornodarstellerin öffentlich im TV aufgetreten sei und damit, dass auf Twitter entsprechende Fotos aufgetaucht seien, die in dem Gebäuden ihres Arbeitgebers entstanden waren. Die Frau musste ihren Zugangsausweis und ihren Dienst-Laptop abgeben. Die Direktion des Innenministeriums gab zu verstehen, dass die Suspendierung vorläufig sei und dass man weitere Ermittlungen abwarte. Die Frau werde aber bis auf weiteres weiter bezahlt.

Doch die Betroffene ließ diese Angelegenheit nicht auf sich beruhen und ging gegen ihre Suspendierung mit einer Klage vor dem Staatsrat vor. Hier bekam sie jedoch kein Recht und ihre Klage wurde mit der Begründung abgewiesen, dass sie auf das Risiko eingegangen sei, sich selbst zu beschädigen, in dem sie im Rahmen ihrer pornografischen Aktivitäten sogar Bilder an ihrem Arbeitsplatz machte, um diese danach noch über das Internet zu verbreiten.