Endlich hat die Zahl der Verkehrstoten abgenommen

In den ersten 9 Monaten dieses Jahres wurden rund 400 Verkehrstote auf Belgiens Straßen registriert. Das sind 55 weniger als im gleichen Zeitraum des letzten Jahres.

Der Anteil der Verkehrstoten ist im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent gesunken. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, kann Belgien in diesem Jahr erstmals mit weniger als 700 Verkehrstoten rechnen.

Insbesondere im Auto selbst starben viel weniger Personen. In Brüssel hat es keinen einzigen Unfall gegeben, bei dem ein Autoinsasse ums Leben kam.

Stef Willems vom belgischen Institut für Verkehrssicherheit hat mehrere Erklärungen für den Rückgang der Verkehrsopfer-Zahlen mit tödlicher Folge: "Eine mögliche Erklärung ist natürlich die Zunahme der Blitzgeräte und Streckenabschnittskontrollen, die zu einer durchschnittlich niedrigeren Geschwindigkeit und dadurch weniger zu Unfällen mit ernstem Ausgang führen."

"Ferner wird auch seit langem in eine bessere Infrastruktur investiert und die Fahrzeuge werden stets sicherer. Aus unserer jüngsten Verhaltensstudie geht überdies hervor, dass sich immer mehr Menschen anschnallen. Das zeigt, dass auch unser eigenes Verhalten dazu beitragen kann, die Zahl schwerer Verkehrsunfälle zu drosseln."

Auch die Zahl der Unfälle mit Mopeds ist gesunken. Der flämische Verkehrsminister Ben Weyts zeigt sich zufrieden. "Unser Verkehrsplan war der Mühe wert. Wir haben uns oft aus dem Fenster gelehnt, zum Beispiel mit kontroversen Maßnahmen wie bei der Fahrausbildung und bei den verschärften Kontrollen. Das hat jedoch Früchte getragen", so der Verkehrsminister in der VRT.

Weniger gut sind allerdings die Nachrichten für Radfahrer. Die Zahl der Unfälle, in denen Radfahrer verwickelt sind, ist in Flandern und vor allem in Brüssel stark gestiegen.

Der positive Trend sei, dass mehr Fahrrad gefahren werde, vor allem im Rahmen des Pendelverkehrs. Dies habe aber leider auch eine Kehrseite. Das Risiko einer großen Zahl an Rädern auf der Straße sei dadurch größer. Dies spiegele sich wiederum in den Unfallzahlen wieder, so Weyts noch.

2016 Tim de Waele