Falsch bestrahlt - Krankenhaus nicht schuldig?

Das Universitätskrankenhaus Gent ist vom Berufungsgericht von einer Strafe wegen Falschbehandlung von 17 Patienten ausgenommen worden. Die Patienten hatten einen Gehirntumor und wurden mit einem Gerät bestrahlt, das verkehrt eingestellt war.

Als der Fehler entdeckt wurde, waren bereits 9 Patienten verstorben. Aus diesem Grund wurden das Krankenhaus und drei Unternehmen zu einem Bußgeld in Höhe von 55.000 Euro verurteilt. Das Berufungsgericht hat nun ebenfalls geurteilt, dass Fehler begangen worden seien. Allerdings hat das Gericht keine Strafe festgelegt, weil das Universitätskrankenhaus nach den Vorkommnissen die notwendigen Lehren gezogen habe. 

Die Mutter von Hilde Rogiest ist nach der Behandlung  gestorben. Hilde Rogiest bleibt dabei, dass die Uniklinik in Gent daran schuld sei: "Das tut mir besonders weh. Ich bin sauer und sehr enttäuscht, weil ich übezeugt davon bin, dass das ein medizinischer Fehler war. Wenn das keiner war, dann existieren keine medizinischen Fehler."

"Es ist doch zu 100 Prozent erwiesen, dass meine Mama falsch behandelt und gesundes Gehirngewebe bestrahlt wurde. Dass sie dann sagen, da sei nichts dran, verstehe ich nicht."