Zuchtprämie sorgt für mehr Brabanter Zugpferde

Seit die Provinz Flämisch-Brabant im Jahr 2011 eine Zuchtprämie für Brabanter Zugpferde eingeführt hat, nimmt die Zahl der Fohlen wieder deutlich zu. Seit Einführung dieser Prämie zahlte die Provinz Züchtern rund 430 Mal jeweils 200 € aus. Diese Prämie ist eine von mehreren Initiativen, die den Fortbestand dieser Kaltblüter-Rasse für die Zukunft sichern helfen soll.

Monique Swinnen (CD&V), Provinzbeauftragte für Tourismus, Landwirtschaft und Landschaft in Flämisch-Brabant, sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Belga, dass die Prämie endlich Früchte abwerfe: „Auch durch diese Prämie stagnierte der Rückgang der Zahl der Geburten in unserer Provinz und dies im Gegensatz zu den meisten anderen Provinzen.“

Noch wichtiger findet Swinnen, dass die Züchter heute vermehrt die neugeborenen Hengstfohlen aufziehen, statt sie direkt zum Schlachter zu bringen. Hierdurch würden mehr Hengste zur Verfügung stehen, was bei der Zucht für weniger Inzucht sorge. Auch dies helfe dabei, den Fortbestand der Brabanter Zugpferde zu garantieren.

Die Provinz Flämisch-Brabant hat sich in der jüngeren Vergangenheit einige einfallen lassen, um diese besondere Kaltblüter-Rasse auch touristisch zu nutzen. Seit einigen Jahren lädt die Ortschaft Vollezelle bei Galmaarden zum „Tag des Brabanter Zugpferdes“ ein und im Juni 2017 organisiert der Tourismusverband der Provinz in Londerzeel einen „Tag der Pferdezucht“, der sich auf das Brabanter Zugpferd konzentrieren wird.

Kulturerbe

Nicht zuletzt finanziert die Provinz ein Forschungsprojekt beim Zentrum für Agrarische Geschichte (CAG), dass sowohl einen Plan zum Kulturerbe-Thema Brabanter Zuchtpferd entwickeln soll, als auch ein Dossier, über das diese für diese Region so typische Pferderasse Aufnahme im flämischen Kulturerbe-Inventar finden soll. Dies wiederum soll den Weg öffnen, um bei der Unesco die Eintragung der Pferderasse Brabanter Zugpferd in der Liste des immateriellen kulturellen Erbes der Menschheit zu erreichen.