30 Verhaftungen bei Demonstration in Brüsseler Innenstadt

An der Naamsepoort in der Innenstadt von Brüssel sind etwa 30 antifaschistische Demonstranten festgenommen worden. Bis rund 11.30 Uhr war die Demonstration friedlich verlaufen. Doch danach hat ein Teil der Demonstranten begonnen, mit Steinen und anderen Objekten auf die Polizei zu werfen.

Zunächst hatten rund 100 Menschen am Meeûssquare gegen einen Kongress der Europäischen Allianz nationalistischer Parteien, der Allianz für Frieden und Freiheit (APF), protestiert. Die rechtsextreme Gruppe hat dort im letzten Jahr ein Büro eröffnet.

Die Demonstration artete aus. Die Demonstranten zogen über die Luxemburgstraße, auf der sie verschiedene Bushäuschen zerstörten und eine Scheibe eines KBC-Büros zerschlugen in Richtung Kleiner Brüsseler Ring. Auf der Höhe des Naamsepoort wurden sie von der Polizei aufgehalten und rund dreißig Personen abgeführt.

Den Aktivisten zufolge gruppiere die APF mehrere Parteien und "nostalgische" Organisationen aus der Zeit der Faschisten und Nazis. Diese Allianz erfasse nicht zuletzt die griechische Organisation "goldene Morgenröte", die italienische "Forza Nuova", die spanische "Democracia Nacional", die deutsche "NPD" und die belgische "Nation".

"Das sind Organisationen, die unverhohlen faschistisch und gewalttätig sind, die zu Hass aufrufen, um zu ihrem Ziel zu gelangen. Wir dürfen nicht zulassen, dass sie sich in der Nähe der europäischen Institutionen versammeln und ihre zerstörerische Ideologie verbreiten", heißt es unter den Demonstranten.

"Das geht so weit, dass die APF Subventionen von dieser Europäischen Union bekommt", so die Demonstranten noch.