Brüsseler Flughafen fordert verläßliches Fluggesetz

Verschiendene Zeitungen haben an diesem Samstag eine ganze Werbeseite von Brussels Airport veröffentlicht. Mit dieser will der Flughafen von Brüssel nach eigenen Aussagen 5 Punkte über die Lärmschutznormen berichtigen, an denen in den vergangenen Wochen viel Kritik geäußert wurde.

Derzeit gelten über Brüssel strengere Normen als in Flandern. 

Nathalie Van Impe vom Brüsseler Flughafen sagte in der VRT hierzu: "Über uns werden viele Unwahrheiten oder halbe Wahrheiten durch verschiedene Parteien verbreitet. Wir erachten es deshalb für wichtig, im Namen der 60.000 Menschen, die auf dem Flughafen arbeiten, eine Reihe von Punkten richtig zu stellen."

"Wir sagen schon seit Jahren, dass ein verläßliches und kohärentes gesetzliches Rahmenwerk in Sachen Flugrouten kommen muss. Das liegt in den Händen des Gesetzgebers. Es ist einfach sehr wichtig, dass Stabilität und Kohärenz in die Sache kommt", so Van Impe.

5 Punkte, die Brussels Airport richtig stellen will

*3.000 Brüsseler und 14.600 Flamen arbeiten jeden Tag am Flughafen von Brüssel. Bis 2020 will der Flughafen 15.000 weitere Jobs schaffen.

*Die Zahl der Anwohner, die unter der Lärmbelästigung des Flughafens leidet, sei seit dem Jahr 2000 um mehr als 50 Prozent zurückgegangen. Der Flughafen ermutige die Fluggesellschaften dazu, in moderne und stillere Maschinen zu investieren, heißt es hierzu noch.

*Der Brüsseler Flughafen sei auch nicht der einzige Flughafen, der sich unweit einer Großstadt befinde. So nennt Brussels Airport Städte wie Paris, Madrid, Amsterdam, Zürich und Lissabon, denen es ähnlich erginge. Was der Flughafen jedoch nicht bei diesem Punkt erwähnt, ist, dass Brussels Airport eigentlich westlich von Brüssel hätte gebaut werden sollen und nicht nordöstlich der belgischen Hauptstadt.

*Den Frachtverkehr von Brussels Airport verlegen, wäre wirtschaftlicher und sozialer Selbstmord, da der Frachtverkehr untrennbar mit dem Passagierverkehr verbunden sei, betont der Flughafen weiter.

*Als letzter Punkt wird aufgeführt, dass ein Fluggesetz der "Kafkaischen Situation" ein Ende bereiten sollte.

Der Flughafen von Zaventem habe einen Dialog über das Forum 2040 eröffnet, heißt es noch. In diesem könne die Zukunft des Flughafens für die nächsten 25 Jahre offen und konstruktiv mit den Anwohnern und allen anderen Akteuren besprochen werden.