Außenminister reagiert auf Kongos Zurückweisung belgischer Soldaten

"Wir verurteilen eine darartige Abschottung des Landes", reagierte Belgiens Außenminister, Didier Reynders, auf die Weigerung des Kongos, belgische Soldaten ins Land zu lassen.

Wie schon die Ausweisung der Journalisten gezeigt habe, sei es derzeit unmöglich ins Land zu kommen. Da man keine Einreiseerlaubnis erhalte, könne man unmöglich für die Sicherheit der Botschaft und des Generalkonsulats in Lubumbashi sorgen", so der Minister weiter.

Zuvor war bekannt geworden, dass ein C-130 Hercules Transportflugzeug der belgischen Armee von den kongolesischen Behörden zurückgeschickt wurde. An Bord der Maschine hatte sich auch ein Dutzend Soldaten befunden. Sie waren zur Verstärkung des Schutzes des belgischen Konsulats in Lubumbashi abgeordert worden.

Die C-130 sollte am Freitag nach Lubumbashi fliegen. Doch der kongolesische Premier Augustin Matata Mponyo Mapon ließ den belgischen Außenminister Reynders wissen, dass der Kongo keine Zustimmung für die Einreise der belgischen Soldaten erteile.

Offiziell hieß es, dass die nötigen diplomatischen Zustimmungen fehlten. Die Maschine befindet sich inziwschen in einem Nachbarland des Kongo, hieß es bereits am Samstag beim Verteidigungsministerium.

"Wie schon bei der Ausweisung von Journalisten der VRT und von VTM haben wir die gleiche Reaktion für einige Soldaten vor Ort erhalten. Das geht nicht", reagierte der Vizepremier. "Ich habe den Premier des Kongos wissen lassen, dass wir eine solche Abschottung des Landes verurteilen."

Der Kongo macht derzeit eine schwere politische Krise durch, da sich Präsident Joseph Kabila, zu weigern scheint, nach seiner zweiten und nach dem Gesetz zugleich letzten Amtszeit, sein Amt niederzulegen. Die nächsten Wahlen wurden auf April 2018 verschoben.