Die Kassen vergüten mehr Immuntherapien

Ab dem 1. Januar werden Immuntherapien bei Krebspatienten in Belgien rascher von den Kassen vergütet, wie Bundesgesundheitsministerin Maggie De Block (Open VLD - Foto) ankündigte. Bisher werden diese Kosten nur bei Patienten mit Melanomen und mit Hautkrebs zurückerstattet. Durch die Neuregelung können rund 10.000 Krebspatienten mehr davon profitieren.

Immuntherapien werden in Form von Infusionen angewendet und haben gegenüber anderen Behandlungsmöglichkeiten einige Vorteile. Sie bieten eine höhere Heilungschance und bieten schwer Erkrankten oder auch Krebspatienten ohne Genesungschancen mehr Lebenszeit, bzw. sorgen für mehr Lebensqualität.

Derzeit werden in Belgien zwei Formen von Immunbehandlung angewendet, wovon derzeit etwa 500 Krebspatienten mit Melanomen oder Hautkrebs profitieren. Doch inzwischen ist erwiesen, dass solche Infusionen auch auf andere Formen von Krebserkrankungen angewendet werden können.

Gesundheitsministerin De Block will Immuntherapien auch bei Patienten mit Lungen- oder Nierenkrebs anwenden lassen und auch bei Patienten, die an Lymphogranulomatose, auch Hodgkin-Lymphom leiden, eine bösartige Erkrankung durch Lymphknotenschwellungen. Die Ministerin lässt ab Jahresanfang 2017 Immunbehandlungen mit dem Mittel Nivolumab (monoklonale Antikörper) von den Krankenkassen auf schnellem Wege erstatten.