Erfolg in Antwerpen: Zollprojekt für Biobananen

Ein innovatives Zollprojekt für eine reibungslose Einfuhr von Bio-Bananen im Hafen von Antwerpen erwies sich als Erfolg. Daraus ergibt sich, dass das Antwerpener System zur Kontrolle von Bananen, die ohne Pestizide oder andere chemische Mittel angebaut wurden, ab April 2017 EU-weit zur Anwendung kommen wird. Dieses System ermöglicht ein in der Union geltendes elektronisches Bio-Zertifikat für solche Produkte.

Seit einiger Zeit wird ein sehr fortschrittliches EU-Pilotprojekt in BNFW-Fruchtterminal im Antwerpener Hafen angewendet, bei dem der Zoll eine wichtige Rolle übernimmt. In diesem Obsthafen wurden die Möglichkeiten getestet, das Bio-Zertifikat für Bananen in Papierform durch eine verlässlichere und vor allem schnellere digitale Version zu ersetzen.

Das Pilotprojekt wurde gemeinsam mit dem Bananen-Importeur Dole durchgeführt, seit langem ein treuer Kunde des Hafens von Antwerpen, der Bio-Bananen aus Peru über die Scheldemetropole in die Europäische Union einführt.

Um den europäischen Verbrauchern die Garantie zu bieten, dass die Bio-Bananen, die sie im Laden kaufen, tatsächlich biologisch angebaut wurden, unterliegt die Produktion solcher Bananen sehr strengen Kontrollen. Zu diesem Zweck müssen Dole und die für das Unternehmen zuständige Zollagentur Belfruco, den Zollbehörden ein Bio-Kontrollzertifikat vorlegen, wenn die Waren über Antwerpen importiert werden.

Papier durch digitale Bearbeitung ersetzt

Allerdings führte dies in einigen Fällen dazu, dass Lieferungen unnötig Schaden nahmen, zum Beispiel dann, wenn das papierene Zertifikat verloren ging. Deshalb entschied sich die Europäische Kommission (DG Agri), für ein Pilotprojekt, um zu verhindern, dass so etwas weiter vorkommen kann.

Das sorgte für eine sehr erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Dole, der Zollagentur Belfruco, der Zollverwaltung in der peruanischen Hauptstadt Lima, den Zollbehörden im Antwerpener Hafen und dem Landwirtschaftsministerium des belgischen Bundeslandes Flandern. Jetzt wird das neue System Anfang April 2017 EU-weit eingeführt.