Fast 10 Mio. € von Terroristen beschlagnahmt

Nach einer Meldung der flämischen Tageszeitung De Tijd konnte die sogenannte Zelle für finanzielle Information, CFI, im zu Ende gehenden Jahr fast 10 Mio. € an Finanzmitteln von mutmaßlichen Terroristen beschlagnahmen. Diesen Erfolg führt diese Anti-Geldwäsche-Zelle auch auf eine gute Zusammenarbeit mit den Banken zurück.

Jährlich spürt diese staatliche Einrichtung bis zu 1 Mia. € an illegalen Finanzmitteln auf. Dabei handelt es sich zumeist um Gelder, die gewaschen werden sollen oder die aus kriminellen oder terroristischen Kreisen stammen. In Zusammenhang mit Terrorismus wurden im noch laufenden Jahr 9,9 Mio. € sichergestellt. Seit der Einrichtung dieser Anti-Geldwäsche-Zelle im Jahr 1993 ist kein so hoher Geldbetrag aus terroristischen Gruppierungen entdeckt und beschlagnahmt worden.

2015 und im diesem Jahr konnten in Belgien rund 400 dubiose Konten entdeckt werden, auf denen Gelder für mutmaßlich terroristische Zwecke zwischengelagert wurden. Dabei half auch eine enge Zusammenarbeit mit den Banken, so CFI-Leiter Philippe De Koster. Die beschlagnahmten Mittel werden terroristischen und islamistischen Vereinigungen zugeschrieben und auch Netzwerken von Islamisten, die junge Männer für den Heiligen Krieg im Irak oder in Syrien anwerben.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die CFI auch intensiv mit den belgischen Anti-Terror-Ermittlern zusammenarbeiten. Nicht wenige der in unserem Land gesuchten islamistischen Terrorverdächtigen konnten über verdächtige Finanz- und Kontobewegungen entdeckt werden. Dies war unter anderem der Fall nach den Terroranschlägen von Paris im November 2015.