Löwener Universität will Slawistik-Kurse streichen

Die KU Leuven will im kommenden Jahr keine Slawistik-Kurse mehr anbieten. Die Uni streicht diese Kurse aus ihren Angeboten, wie das Studentenblatt Veto meldet. Inzwischen wurde diese Meldung von offizieller Seite her bestätigt. Doch diese Entscheidung stößt auf Proteste innerhalb der Studentenschaft.

Gründe dafür seien die knappen Gelder der Fakultät Literaturwissenschaft und ein mangelndes Interesse der Studenten. Uni-Dekan Jo Tollebeek erklärte, dass Studenten, die für Russisch optierten, als zweite Sprache Polnisch lernen müssen. Dies sei heute überholt, denn die Kombination Russisch-Englisch habe inzwischen mehr Gewicht.

Die betroffenen Dozenten und die Vertreter der Studentenverbände waren in diese Entscheidung nicht mit einbezogen worden.

Pieter Boulogne, Professor für russische Literatur und Kultur bedauert die immer weiter um sich greifende Ignoranz gegenüber Osteuropa: „Es liegt eine Kluft zwischen West- und Osteuropa vor und wir vergessen ein bisschen, Interesse an dieser Region zu zeigen.“

Studenten, die derzeit Slawistik-Studiengängen folgen, können ihre Studien in Löwen allerdings zu Ende bringen.