Im Januar: Verhandlungen zu Sozialabkommen im Gesundheitssektor

Sowohl die belgische Zentralregierung als auch die flämische Regierung beginnen nach den Weihnachtsferien Gespräche mit den Gewerkschaften über ein neues Sozialabkommen im Gesundheitssektor. Das haben sie nach einer Demonstration von 600 Gewerkschaftsaktivisten in Brüssel versprochen.

Vor einem Monat gingen knapp 20.000 Arbeitnehmer aus dem Gesundheitssektor in Belgien auf die Straße. Sie forderten Verhandlungen über bessere Löhne und Arbeitsbedingungen. Bislang waren die Forderungen ohne konkrete Ergebnisse geblieben.

Die Gewerkschaften bauten deshalb eine symbolische Mauer aus leeren Kartons für das Kabinett der Ministerin für Soziales, Maggie De Block. Marc Selleslagh von der christlichen Gewerkschaft betonte in der VRT: "Das bedeutet, dass sich die Regierung nicht weiterhin verstecken kann, egal wie hoch die Mauer ist und dass die Mauer, egal wie hoch sie ist, auch die Aktionen des Non-Profit-Sektors nicht aufhalten kann."

An diesem Donnerstag hat die belgische Zentralregierung nun versprochen, um Mitte Januar Verhandlungen aufzunehmen. Die flämische Regierung kündigte bereits am gestrigen Mittwoch Verhandlungen an.

Jan-Piet Bauwens vom sozialistischen Gewerkschaftsbund sagte in der VRT: "Dort hat man sich auf einen Unterhändler geeinigt. Ab dem 17/1 werden wir 2-wöchentliche Verhandlungen führen, um ein gutes Abkommen zu erzielen."

Der Gesundheitssektor fordert eine Aufstockung des Personals, höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen, so Van Hees von der liberalen Gewerkschaft.

"Wir wollen von der Regierung gehört werden und wenn das heute nichts wird, dann eben morgen, aber dann mit neuem Druck, wenn es sein muss. Das können neue Massendemonstrationen sein oder ein Streik, wenn es nötig wird."