Belgiens Polizei erhielt viele Tipps zu Amri

Die Telefone der belgischen Bundespolizei sind am Mittwochabend von Anrufern, die Tipps zur Ergreifung des mutmaßlichen Attentäters von Berlin geben wollten, regelrecht heiß gelaufen. Zunächst war dies für die Beamten rätselhaft, doch schnell wurde deutlich, dass kurz zuvor eine Belohnung über 100.000 € zur Ergreifung des Verdächtigen ausgeschrieben wurde. Doch inzwischen hatte die Polizei die Telefondienste schon verstärkt.

Die Brüsseler Beamten der belgischen Bundespolizei staunten nicht schlecht, als am Mittwoch plötzlich die Telefone nicht mehr stillstanden. Unzählige Anrufer gaben Tipps zur Ergreifung von Anis Amri, dem mutmaßlichen Attentäter von Berlin.

Die einen wollten ihn in Belgien gesehen haben und die anderen waren angeblich gerade in Deutschland oder in den Niederlanden, wo sie ihn ebenfalls gesehen haben wollten. Das war zunächst insofern seltsam, als das die belgische Polizei keine öffentliche Fahndung nach Amri veranlasst hatte.

Doch rasch stellte sich heraus, dass wohl die meisten der Anrufer scharf auf die Belohnung von 100.000 € waren, die die deutschen Behörden zur Ergreifung des Weihnachtsmarkt-Attentäters von Montag im Laufe des Mittwochs ausgeschrieben hatten.

Inzwischen hatte die Polizei die Mannschaftsstärke im Telefondienst verstärken müssen, um alle Anrufe beantworten zu können. Inzwischen aber hat sich die Lage beruhigt und Hinweise darauf, dass sich Anis Amri in Belgien aufhalten könnte, liegen nicht vor.