Siemens gewinnt erstes Offshore-Projekt in Belgien

Der deutsche Technologiekonzern Siemens steigt in den belgischen Offshore-Windmarkt ein. Das Unternehmen hat einen Auftrag für die Errichtung und Wartung des Windparks Rentel in der Nordsee erhalten. Belgien setzt schon länger im Rahmen der Energiewende auf Offshore Windenergie. Bis 2020 sind Windparks mit einer Leistung von 2.200 MW geplant.

Das belgische Unternehmen Rentel NV plant den gleichnamigen Offshore Windpark mit knapp 300 MW Leistung. Siemens wird die Lieferung, Installation und Wartung von 42 seiner direkt angetriebenen Offshore-Windturbinen der Sieben-Megawatt-Klasse leisten. Der Energieertrag des Rentel Offshore-Windkraftwerks wird ausreichen, um rund 300.000 belgische Haushalte mit sauberer Energie zu versorgen.

Im Rahmen eines Langzeit-Wartungsvertrags mit einer Laufzeit von 17 Jahren übernimmt Siemens auch die Instandhaltung der Anlagen und die dazu notwendige Offshore-Logistik. Der Auftrag umfasst auch die hochmodernen datenbasierten Ferndiagnose- und Monitoring-Leistungen des Unternehmens.

Der Offshore Windpark Rentel liegt rund 40 km vor der belgischen Nordseeküste. Die Siemens-Windturbinen werden auf Monopile-Fundamenten in Wassertiefen zwischen 22 und 36 m installiert. Den ersten Strom speisen die Turbinen voraussichtlich Mitte 2018 ins belgische Netz ein. Die vollständige Inbetriebnahme ist für Ende 2018 vorgesehen.