Vor der Gesetzesänderung noch schnell Vorruhestand

Nicht wenige in Belgien ansässige Großunternehmen wollen noch hunderte Mitarbeiter vor der geplanten Gesetzesänderung im nächsten Jahr in den Vorruhestand ziehen lassen. Die Regierung sieht vor, diese Regelung strenger zu gestalten, um den Staatshaushalt zu entlasten.

Seit dem vergangenen Jahr sind die Vorruheständler in Belgien dazu verpflichtet, sich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu halten, bzw. aktiv zu versuchen, doch noch einen Job zu finden. Aber, nur rund sieben Prozent der Betroffenen melden sich tatsächlich bei den Arbeitsämtern.

Die Regierung will, dass die Arbeitgeber und die Arbeitsämter mehr unternehmen, um Vorruheständler anzuwerben. Über gesetzliche Regelungen sollen alle Beteiligten dazu verpflichtet werden. Diese Woche wurde bekannt, dass die Allfinanzgruppe AXA in Belgien noch kurz vor Toreschluss 800 Mitarbeiter in den Vorruhestand schicken will.

Andere Konzerne gingen oder gehen gerade ähnlich vor, zum Beispiel der Kaffeehersteller Douwe Egberts und die zur Metro-Gruppe gehörende Warenhauskette Makro (Metro Cash & Carry Belgium).