Deutsch und Englisch schon ab dem 1. Schuljahr

Ab Schulanfang im September 2017 erhalten die Schulen im belgischen Bundesland Flandern die Möglichkeit, schon sechs Jahre alte i-Dötzchen in Kontakt mit den Fremdsprachen Deutsch und Englisch bringen zu können. Bisher war das hier lediglich mit Französisch möglich.

Landesbildungsministerin Hilde Crevits (CD&V - kl. Foto) hat entschieden, dass die Schulen in Flandern schon Erstklässlern die Möglichkeit bieten sollen, mit den Fremdsprachen Deutsch und Französisch in Berührung zu kommen. Ab dem dritten Schuljahr soll zudem möglich werden, komplette Schulstunden oder Sprachenstunden in Deutsch und Französisch anzubieten.

Verpflichten will die Ministerin die Schulen aber nicht dazu. Die flämischen Grundschulen müssen lediglich im 5. und im 6. Schuljahr Französisch im Lehrplan vorsehen. Alle anderen Fächer werden in der niederländischen Mutter- und Landessprache gegeben.

Fachleute begrüßen diese Entscheidung von Bildungsministerin Crevits, denn sie sind der Ansicht, dass das Grundschulalter besonders dazu geeignet ist, Kinder mit Sprachen in Kontakt zu bringen. Wenn die Schulen spielerisch an diese Sprachen herangehen, schreibt die flämische Tageszeitung Het Nieuwsblad dazu, dann „saugen die Kinder dies wie mit einem Schwamm auf.“

Dem Dachverband des flämischen Bildungswesens geht dieser Schritt noch nicht weit genug. Beim „Gemeinschaftsunterricht“ heißt es dazu: „Wir sind absolut für Sprachen-Initiierung, doch es sollte für alle Schulkinder verpflichtet werden.“