Sabotage Doel 4: Weitere Ermittlungen gefordert

Der belgische Energiemulti Engie Electrabel fordert zusätzliche Ermittlungen nach der Sabotage am Meiler Doel 4 im gleichnamigen Kernkraftwerk bei Antwerpen (Foto) vor zweieinhalb Jahren. Der Reaktor war danach monatelang abgeschaltet worden und wurde mit einem enormen Finanzaufwand wieder betriebsfähig gemacht und hochgefahren.

Im August 2014 wurde die Turbine des Meilers Doel 4 schwer beschädigt, weil eine bisher unbekannte Person einen Öltank auslaufen ließ, über den die Mechanik der Turbine geschmiert wurde.

Nach Berechnungen von Kraftwerksbetreiber Engie Electrabel sorgte der Einkommensverlust durch den angeschalteten Meiler und die anschließende Reparatur für Kosten von rund 100 Mio. €. Bisher konnte kein Täter ermittelt werden und offenbar steht der Fall kurz vor dem Abschluss, bzw. vor Schließung der Akte.

Engie Elecrabel fordert jetzt zusätzliche Ermittlungen, um sicher gehen zu können, dass auch wirklich alle zur Verfügung stehende Information zu diesem Fall beleuchtet wurden, die Unternehmenssprecherin Geetha Keyaert am Samstag gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion angab:

„Das bedeutet, dass wir um zusätzliche Ermittlungsarbeit bitten, um sicher sein zu können, dass die Untersuchungen so weit wie möglich laufen können. Damit wollen wir sicherstellen, dass unsere Rechte in diesem Fall geschützt sind, denn wir sind hier das Opfer einer Straftat. Die Ermittlungen gehen also weiter.“