VRT-Spendenmarathon mit Rekordergebnis

Der VRT-Spendenmarathon “Die Wärmste Woche von Music for Life” hat dieses Jahr die Rekordsumme von 7.802.913 € eingebracht. Innerhalb von einer Woche haben die Flamen insgesamt 6.195 Aktionen initiiert, deren Spenden 1.311 verschiedenen guten Zwecken zugutekommen. Music for Life ist eine einwöchige Marathonsendung des VRT Rock- und Popsenders Studio Brussel.

Eine Woche lang haben Linde Merckpoel, Eva De Roo und Bram Willems ihre Non-Stop-Sendung Music for Life moderiert und dabei Tag und Nacht Wunschplatten aufgelegt und sich mit Leuten unterhalten, die aus dem einen oder anderen Grund eine Spendenaktion ins Leben gerufen haben. Das konnten Persönlichkeiten aus Musik, Sport oder Showbizz sein, aber auch Vertreter aus Politik und Gesellschaft oder auch Bürger, die alleine oder mit anderen etwas für einen selbstgewählten guten Zweck tun wollten.

Hinter alledem steckt so etwas, wie „Feiern, um anderen zu helfen“, doch nicht selten haben die Initiatoren von Spendenaktionen auch tragische Beweggründe gehabt, um etwas für die Gesellschaft zu unternehmen. Hinter einer fröhlichen Radiosendung verbargen sich denn auch dieses Jahr wieder viele Emotionen und nach herzlichem lachen folgten auch manchmal Tränen, die auch bei den drei Moderatoren flossen, denn einige Geschichten ließen auch sie nicht unberührt.

Diese einwöchige Livesendung wurde vom Naherholungsgebiet „De Schorre“ in Boom bei Antwerpen aus ausgestrahlt. Das ist die Location, die auch einmal im Jahr das Mega-Dance- und Technofestival „Tomorrowland“ zu Gast hat. Dort standen auch jetzt Bühnen für Konzerte und Buden, um Publikum zu versorgen. Rund 60.000 Flamen und MfL-Fans kamen auch dieses Mal zu „De Schorre“, um kurz oder für länger „mal dabei zu sein“.

Eine Woche Sendung ohne Unterbrechung

Von hier aus wurden auch die Livegespräche geführt. Unter den Gästen, die ihre Spenden dort direkt abgaben, waren auch Flanderns Ministerpräsident Geert Bourgeois (N-VA), der im Namen der Landesregierung einen Scheck über 150.000 € für die Alzheimer-Liga abgab. Und Entwicklungshilfeminister Alexander De Croo (Open VLD) übergab für die belgische Bundesregierung 100.000 € für zwei Projekte des Roten Kreuzes.

In den fünf flämischen Provinzhauptstädten Brüssel, Gent, Brügge, Hasselt und Antwerpen brachten so genannte „Warmarathons“, an denen 36.571 Menschen teilnahmen, 415.710 € ein. In Brüssel mischten sich übrigens unangekündigt König Philippe und seine Kinder unter die Läufer. Die Kuchenback-Aktion des VRT-Kinderfernsehens Ketnet, die sich an Schulklassen richtete, brachte 269.604 € ein. Hier backten 41.455 Schulkinder aus 2.217 flämischen Schulklassen, was das Zeug hielt.

Die Rolle der VRT

Alle VRT-Radio- und TV-Sender waren eigentlich in das Event involviert und Rundfunkchef- und CEO Paul Lembrechts (Foto) zeigte sich begeistert davon, wie umfassend und breitgefächert eine solche Aktion Flandern für sich einnehmen kann.

Als CEO unseres öffentlich-rechtlichen Senders sieht Lembrechts eine gewichtige Rolle in der flämischen Gesellschaft für unser Haus: „Dabei helfen, eine solche Art von Initiativen möglich zu machen, ist die Rolle der VRT.“

Die Spenden kommen an

Die König-Baudouin-Stiftung wacht darüber, dass alle Spenden ihre Begünstigten auch erreichen. Diese Stiftung überprüft alle angeschlossenen Organisationen und Verbände auf ihre Seriosität. Hier gehen auch die Spenden ein, die auch nach der finalen Show am Samstagabend noch eingehen.

Ach ja, die Top 5 der am häufigsten gewünschten Lieder bestand dieses Jahr aus 1. "Can't stop the feeling" von Justin Timberlake, 2. "Een ster" von Stan Van Samang, 3. "Stand by me" von Florence & The Machine, 4. "Goud" von Bazart und 5. "Ziet em duun" von Van Echelpoel. Und rund 1,5 Mio. Flamen schalteten mindestens einmal innerhalb der vergangenen Woche Music for Life bei Studio Brüssel ein…

Der gleichzeitig laufende Spendenmarathon unserer frankophonen Radiokollegen von der RTBF brachte übrigens 3.452.310 € ein. Hier schlossen sich mehrere Radiomoderatoren in ein gläsernes Radiostudio in Charleroi ein und legten im Rahmen von „Viva for Life“ ebenfalls Wunschplatten gegen Spenden auf. Hier war der Radiosender Viva Cité der Motor der Aktion.