Antwerpener Hafen: 2016 30 Tonnen Drogen entdeckt

Im Antwerpener Hafen sind in diesem Jahr fast 30 Tonnen Drogen beschlagnahmt worden. Das ist ein neuer Rekord, wie die flämische Tageszeitung Het Laatste Nieuws dazu berichtet. Nach Angaben von Polizei und Zoll sind im Jahr 2016 doppelt so viele Drogen beschlagnahmt worden wie im Jahr davor. Dabei handelt es sich in erster Linie um Kokain, das in Containern versteckt von Südamerika nach Europa geschmuggelt wird.

Drogenfahnder in Antwerpen haben im vergangenen Jahr zudem über 160 Verdächtige in Sachen Drogenschmuggel und -handel verhaftet und dabei Bargeld in Höhe von 7,5 Mio. € beschlagnahmt.

Dieser Rekord an beschlagnahmten Drogen im Hafen und die Tatsache, dass sich die Menge der entdeckten Drogen gegenüber 2015 quasi verdoppelt hat, sind für die belgische Bundespolizei keine gute Nachrichten, wie Kommissar Stanny De Vlieger dazu gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion erklärte:

„Eine gute Nachricht ist, dass wir diese Drogen entdeckt haben. Weniger gut daran ist, dass in der Tat noch immer massiv Drogen aus Südamerika nach Westeuropa, Antwerpen und Rotterdam gebracht werden. Wir beobachten, dass vor allem Kokain in Westeuropa sehr lukrativ bleibt. Dies bringt viel Geld ein und die kriminellen Organisationen suchen diese Gewinne denn auch.“

Das meiste Kokain kommt weiterhin aus Kolumbien. Der Antwerpener Hafen bleibt als Zielort für die Drogenschmuggler interessant, weil einige Reedereien Schifffahrtslinien zwischen Kolumbien und Antwerpen anbieten.