Belgisches Fischerboot vor Englands Küste gekentert

In der Nacht zum Mittwoch ist vor der Küste von England ein belgisches Fischerboot gekentert. Das Boot hatte eine dreiköpfige Besatzung. Zwei Seeleute konnten lebend geborgen werden, einer davon starb an Erfrierung noch im Krankenhaus. Ein dritter Fischer wurde am Mittwochnachmittag noch vermisst. Für ihn bestehen wohl kaum noch Überlebenschancen.

Das Wrack der „Assanat Z582“ aus Zeebrügge konnte etwa 10 km südlich der englischen Küstenstadt Ramsgate entdeckt werden, wo es noch immer führerlos umherschwamm.

Die letzte bekannte Position des Fischerbootes wurde gegen 23 Uhr am Dienstagabend registriert. Danach muss es gekentert sein. Ein weiteres Schiff bemerkte dass umgeschlagene Boot und schlug Alarm.

Die Besatzung bestand aus zwei Belgiern und einem Spanier. Der erste konnte vom Rumpf des Fischerbootes aus von einem Rettungshubschrauber gerettet werden und ein zweiter Seemann wurde aus dem Wasser geborgen. Dieser starb jedoch in einem Krankenhaus an völliger Unterkühlung.

Nach einem dritten Fischer wurde auch am Nachmittag noch gesucht, doch für ihn besteht angesichts des kalten Nordseewassers kaum noch eine Überlebenschance, wie die Behörden meldeten.

An der Suche und der Rettung beteiligten sich je ein Hubschrauber der britischen und der belgischen Küstenwacht sowie zwei Rettungsboote und ein Handelsschiff, das sich gerade in der Nähe der Havarie befand. Belgiens Staatssekretär für die Belange der Nordsee, Philippe De Backer (Open VLD) hoffte noch am Mittwochnachmittag auf ein gutes Ende.

Man unternehme alles, um den dritten Seemann lebend zu finden, so De Backer, der den betroffenen Familien Unterstützung zusagte.