Silvesterfeuerwerk in Brüssel findet statt

Nach dem das große öffentliche Silvesterfeuerwerk in Brüssel im vergangenen Jahr nach dem Terroranschlag von Paris aus Sicherheitsgründen und wohl auch aus Terrorangst abgesagt wurde, soll es in diesem Jahr auf jeden Fall stattfinden. Doch gelten hier einige scharfe Maßnahmen zur Sicherheit, nicht nur in Brüssel, sondern auch in anderen Städten.
Olivier Vin - heymana.com

Brüssels Bürgermeister Yvan Mayeur (PS) gab jetzt bekannt, dass die traditionelle Silvesterparty mit dem großen öffentlichen Feuerwerk in seiner Stadt stattfinden wird. Man habe die Lage neun Monate nach den Anschlägen von Zaventem und Brüssel und nach dem Anschlag von Berlin vor Weihnachten analysiert und sei zu dem Schluss gekommen, die Feiern durchzuziehen, so Mayeur.

Die Party findet ab 20 Uhr im Innenstadtbereich zwischen dem Börsenplatz und dem De Brouckèreplatz satt, also quasi im Bereich der Brüsseler Fußgängerzone. Das Feuerwerk wird natürlich ab Mitternacht gezündet. Um die Sicherheitskontrollen zu gewähren, hat die Stadt nur einen einzigen Einlass eingerichtet und zwar am De Brouckèreplatz. Die Stadt rät davon ab, Rucksäcke oder Handtaschen mit zu dieser Party zu nehmen und Glasflaschen sowie eigene Feuerwerkskörper sind streng verboten.

2014 hatten rund 100.000 Menschen in den Straßen Brüssels gefeiert (Foto oben). Ob so viele Besucher auch dieses Jahr herkommen werden, ist fraglich. Doch die Brüsseler können sture Dickköpfe sein. Vielleicht sagen sie sich angesichts des Terrors in ihrer Stadt und anderswo: „Jetzt erst recht!“

Und anderswo in Flandern?

In Antwerpen findet die Silvesterparty an den alten Hafenkais am Scheldeufer in Altstadtnähe statt. Auch hier gelten strenge Sicherheitsregeln. In ganz Antwerpen ist übrigens privates Feuerwerk verboten. Wer gegen dieses Verbot verstößt, muss mit Bußgeldern von bis zu 350 € rechnen. Das betrifft sogar kleine Kracher und Böller.

Im Aalst in Ostflandern darf auch nur der Feuerwerk zünden, der eine offizielle Genehmigung bei der Stadt eingeholt hat. Zur öffentlichen Silvesterfeier auf dem Aalster Markt sollte auf Rucksäcke und Handtaschen verzichtet werden, doch verboten werden sie nicht. Allerdings werden sie von Sicherheitsleuten durchsucht.

In Gent bleiben die Betonblöcke, die die Zufahrt zum Weihnachtsmarkt verhinderten, auch in der Neujahrsnacht an Ort und Stelle, damit auch hier niemand mit einem Fahrzeug in die Menge rasen kann. Hier gelten die bereits oben erwähnten Sicherheitsmaßnahmen ebenfalls und privates Feuerwerk ist nur zwischen Mitternacht und 1 Uhr erlaubt.

In Kortrijk in Westflandern blockieren Sponsorenfahrzeuge und Polizeiwagen den Markt für Fahrzeuge und die Polizei patrouilliert mit uniformierten und mit zivilen Beamten. In Löwen sind im Festperimeter alle Fahrzeuge verboten. Das betrifft Fahrräder, Skateboards, Skater, Rollschuhe und anderes. Feuerwerk und Wunschlaternen sind dort ebenfalls nicht zugelassen.

In Sint-Niklaas im Waasland in Ostflandern wird um Mitternacht in der Silvesternacht der Startschuss zu den 800-Jahrfeiern der Stadt gegeben. Hier werden deutlich mehr Besucher erwartet, als in anderen Jahren. Hier wird zusätzliche Polizei zum Einsatz kommen und Feuerwerk und Rucksäcke sind am Marktplatz verboten.

In Ostende wird jeglicher Autoverkehr entlang der Küstenpromenade verboten, damit die Besucher der Silvesterfeier der Küstenmetropole sicher feiern können. In allen Städten in Belgien, in denen Neujahr öffentlich gefeiert wird, werden deutlich mehr Polizisten eingesetzt, als normalerweise. Und aufgepasst: Landesweit werden auch strenge Alkoholkontrollen durchgeführt.