Vergütungen bei Nutzung von Gesundheits-Apps

Belgiens Gesundheitsministerin Maggie De Block (Open VLD - Foto) will in Zukunft Ärzte vergüten, die bestimmte über Smartphones anzuwendende Apps nutzen, um ihre Patienten zu begleiten. In erster Linie handelt es sich dabei um 24 bestimmte Apps, die das Bundesgesundheitsministerium ausgesucht und für unterstützungswürdig analysiert hat.

Bei den Apps, die von Gesundheitsministerin De Block empfohlen werden, handelt es sich z.B. um Apps, die den Zuckerspiegel oder den Blutdruck von Patienten messen und speichern. Diese Apps geben diese Angaben an den Hausarzt oder an den jeweils behandelnden Arzt weiter, der sie analysieren kann, um gegebenenfalls eingreifen zu können.

In einer zweiten Phase soll das Projekt ausgeweitet und sollen mehr Apps vergütet werden. Die Gesundheitsministerin will für dieses Projekt rund 3,5 Mio. € freimachen, wie sie am Mittwoch gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion erklärte:

„Die Patienten müssen diese Apps nicht bezahlen, denn es ist eigentlich das Projekt selbst, dass finanziert wird. Und darin ist auch die Nutzung der App mit einbegriffen. Wir machen dafür 3,5 Mio. € frei. Nicht nur, um die Apps zu finanzieren, sondern auch um die Leistungen der Ärzte, die mit daran arbeiten, zu vergüten. Das betrifft das Ablesen von Signalen, die Rückverbindung zum Patienten und das Bearbeiten der Informationen, die durch die App weitergegeben werden.“

Allerdings müssen die vom Ministerium ausgesuchten Apps strengen Vorschriften entsprechen. Sie müssen einen wissenschaftlichen Unterbau haben, korrekte Messungen ausführen und der Schutz der Privatsphären der Patienten muss gewährleistet sein.