Asyl: Belgien erkennt täglich 43 Flüchtlinge an

Die Zahl der Flüchtlinge und Asylbewerber, die in Belgien eine zeitlich begrenzte oder dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung erhalten, ist gegenüber dem vergangenen Jahr deutlich angestiegen. Durchschnittlich erhalten in unserem Land täglich 43 Betroffene einen positiven Bescheid nach ihrem Asylantrag.

Bis Ende November 2016 wurden von den belgischen Ausländerbehörden fast 14.500 Asylanträge angenommen. So vielen Anträgen wurde in unserem Land bisher noch nie stattgegeben.

Die vorliegenden Zahlen kommen von belgischen Generalkommissariat für Flüchtlinge, in die die flämische Wirtschaftszeitung De Tijd Einblicke hatte.

Die Tatsache, dass so vielen Asylanträgen stattgegeben wurde, ist auch eine direkte Folge der Flüchtlingskrise, die im letzten Jahr enorm viele Asylbewerber auch nach Belgien brachte.

Nach Angaben von Flüchtlings-Hochkommissar Dirk Van Den Bulck ist die Lage heute anders, als in anderen Jahren, wie er gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion erklärte: „Dieses Jahr kamen deutlich mehr Personen aus Ländern, in denen die Situation besonders problematisch ist. Diese Personen hatten also eindeutig Schutz nötig.“

Die jetzt angenommenen Anträge sind Anfragen von Flüchtlingen, die in der zweiten Jahreshälfte 2015 in unser Land kamen. Die meisten dieser Flüchtlinge kamen aus Kriegsgebieten, wie dem Irak, Afghanistan und vor allem aus Syrien.

In den vergangenen beiden Jahren stellten hierzulande etwa 44.760 Flüchtlinge in unserem Land einen Antrag auf dauerhaften oder befristeten Verbleib.

Inzwischen sanken die Zahlen der Belgien erreichenden Flüchtlingen. Dies liegt am Abkommen zwischen der EU und der Türkei bezüglich der Aufnahme von Flüchtlingen aus Syrien und dem Irak.