2017 nur noch elektronische Rezepte für Medikamente

Ab 2017 werden Rezepte für Medikamente von den Ärzten nicht mehr handschriftlich auf Papier ausgestellt. Auf dem Rezept wird ein Strichcode stehen. Auf diesem kann der Apotheker ablesen, welches Medikament dem Patienten verschrieben wurde. Damit dürften Apotheken künftig also keine Probleme mehr mit unleserlichen Handschriften von Ärzten haben.
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Das klassische Rezept des Arztes wird durch ein Rezept mit Strichcode ersetzt. Ab dem 1. Januar sind Ärzte in Belgien verpflichtet, einen Strichcode auf den Rezeptkopf zu drucken. Mit diesem kann der Apotheker ablesen, um welches für den Patienten verschriebenes Medikament es sich handelt.

"Wir werden auf elektronische Rezepte umstellen. Für den Patienten ändert sich eigentlich nichts. Der Apotheker kann den Strichcode auf dem Rezept einscannen und findet die erforderlichen Informationen, die wir versandt haben", erklärt der Hausarzt Roger Artois.

Ziel ist, langfristig auch die Rezepte in Papierform durch elektronische Rezepte zu ersetzen. Sämtliche medizinische Anweisungen sollen über den elektronischen Personalausweis abgelesen werden können. Auch die soziale Identitätskarte, die so genannte SIS-Karte, soll abgeschafft werden. Der elektronische Personalausweis ersetzt die SIS -Karte aber nicht. 

Die Rezeptvorschriften auf dem elektronischen Personalausweis sollen nur Apothekern zugänglich sein. Doch der Apotheker wird keine anderen medizinischen Angaben auf der Karte entschlüsseln können.

Der Vorteil der Digitalisierung ist, dass das Rezept nicht mehr handgeschrieben ist und somit auch keine Verwechslungen beim Lesen der Rezepte mehr möglich sind.

"Die Rezepte sind sehr gut lesbar. Jetzt passieren eigentlich keine Fehler mehr, weil alles digital ist. Die meisten Fehler passierten aufgrund einer undeutlichen Handschrift. Damit ist es nun also vorbei", bestätigt ein flämischer Apotheker.