Bestimmte Medikamente werden teurer, andere billiger

Ab dem morgigen 1. Januar werden bestimmte Arzneimittel teurer. Die größte Preissteigerung erfolgt für Nasensprays, die Kortison enthalten.

Ab dem 1. Januar sind entzündungshemmende Nasensprays (Kortikosteroide) nicht mehr wie bisher verschreibungspflichtig. Wer diese Sprays also ohne Rezept kauft, muss bis zu 9 Mal mehr bezahlen.

Daneben verändert sich die Rückerstattung von Magensäureblockern und Antibiotika. Steven Haesaert von der Gewerkschaft flämischer Hausärzte betonte in der VRT hierzu: "Im Allgemeinen werden alle Antibiotika teurer. Das macht etwa eine Verdopplung des Selbstkostenbeitrags für die Patienten aus."

Eine zweite Gruppe, die teurer werde, seien die Magensäureblocker. Hier kosteten vor allem die größeren Verpackungen mehr. Der Grund für den Preisanstieg sei, chronischen Verwendungen entgegenzusteuern. "Einerseits ist es gut, dass damit der übermäßige Verbrauch von Antibiotika und Magensäureblockern eingeschränkt wird. Andererseits ist das natürlich auch eine Sparmaßnahme", so Haesaert.

Bestimmte Medikamente zur Behandlung von Krebsleiden werden hingegen billiger. So wird eine Immuntherapie, eine Behandlung mit dem eigenen Abwehrsystem, für viel mehr Krebspatienten zurückerstattet als das bislang der Fall war.