Flughafen Ostende plant mehr

Der Flughafen von Ostende hat im vergangenen Jahr mehr als 430.000 Passagiere abgefertigt. Das sind gut 58 Prozent mehr als 2015. Die Zunahme hängt mit den Anschlägen auf dem Brüsseler Flughafen von Zaventem zusammen. Der Flughafenbetreiber in Ostende wird 2017 kräftig in das Flughafengebäude investieren, denn das ist dringend nötg.
Kurt Desplenter

"Vor allem muss die Betonschicht des Gebäudes erneuert werden", erklärt Marcel Buelens, CEO des Ostender Flughafens. "Als man nach den Anschlägen vom Brüsseler Flughafen zu uns ausgewichen ist, hatten wir hier fast einen Unfall. Ein Stück der Mauer des Gebäudes fiel auf den Boden, während die Menschen dort für ihren Flug anstanden."

Das Flughafengebäude in Ostende, das 1968 in Betrieb genommen wurde, ist in den vergangenen Jahren stark verwahrlost. In diesem Jahr soll sich einiges ändern. Knapp 2,5 Millionen Euro soll in das Gebäude investiert und die Hallen umgebaut werden. Ferner werde anstelle der Süßigkeiten-Automaten eine richtige Kaffee- und Sandwichtheke eingerichtet, verspricht der CEO.

Nach den Anschlägen auf Zaventem sind mehr als 750 Flüge und mehr als 100.000 Passagiere auf den Flughafen von Ostende umgeleitet worden. Auf diese Weise konnten die Passagiere den Regionalflughafen und Ostende kennenlernen. Ostende hofft mit den Investitionen auf dem Flughafen auf einen Aufschwung dort.

"Wir sind dabei, einen richtigen Regionalflughafen einzurichten, der seinem Namen alle Ehre macht. Wir wollen kein neues Charleroi werden. Wir wollen ein Flughafen bleiben, auf dem man bequem und mit mehr Passagieren reisen kann. Das müssen keine Millionen sein, denn wir wollen, dass es auch weiterhin gemütlich bei uns ist", so der CEO Buelens gegenüber der VRT auch noch.