Binnenschifffahrt in Flandern auf Höhenflug

Im vergangenen Jahr wurden rund 70,5 Mio. Tonnen Waren und Güter über die flämischen Binnenwasserwege befördert. Das ist der höchste Wert seit fünf Jahren. Zudem wird damit auch fast der Wert des Rekordjahres 2011 erreicht, in dem diese Tonnage bei 72 Mio. lag. Damit bestätigt sich, dass die Industrie im belgischen Bundesland Flandern immer öfter auf die Inlands-Wasserwege setzt.

Gegenüber dem Vorjahr beförderten die Binnenschiffer in Flandern 2016 rund 4,5 Tonnen mehr Güter über das hiesige Fluss- und Kanalnetz. Besonders spürbar ist dieser Trend im Containertransport bei der Binnenschifffahrt. Hier wurden letztes Jahr knapp 750.000 Standardcontainer (TEU oder 20 Fuß-Container) per Binnenschiff befördert - 9 % mehr als 2015.

Nach Ansicht der flämischen Wasserwege-Verwaltung ist dieser Trend nicht nur auf die Investitionen in die Binnenschifffahrt im Allgemeinen zurückzuführen, sondern auch auf die Tatsache, dass viele Unternehmen und Gewerbegebiete inzwischen vorzugsweise am Ufer der Wasserwege gebaut werden.

Flanderns Mobilitätsminister Ben Weyts (N-VA) will weiter in den Ausbau der Binnenschifffahrt investieren, denn jede Tonne Fracht, die per Schiff befördert wird, ist eine Tonne Fracht weniger, die im Stau steht…

Dies beinhaltet auch, dass die beiden in Flandern tätigen Landesbehörden in diesem Bereich, die flämische Schifffahrtsgesellschaft nv. De Scheepvaart und die flämische Wasserstraßenverwaltung nv. Waterwegen en Zeekanaal, zu einer einzigen Behörde, zur nv. Vlaamse Waterwegen (Flämische Wasserstraßen) fusionieren werden.

„Ein starker Spieler in diesem Bereich wird die Wachstumsmarge und die Wachstumszahlen in unserem Land besser nutzen können“, so Weyts dazu.