Noch kein Ergebnis: Beratungen bei der Polizei gehen weiter

Im Brüsseler Stadtteil Molenbeek haben die am gestrigen Montag aufgenommenen Personalverhandlungen, die die Polizeizone Brüssel-West betreffen, zu keinem Ergebnis geführt. Am heutigen Dienstag wird weiterverhandelt. Ende letzter Woche hatten sich die Beamte des Einsatzkommandos kollektiv krank gemeldet, um gegen den Arbeitsdruck zu protestieren. Die Aktion wurde unterbrochen und Beratungen aufgenommen.

Verhandelt wurde über zusätzliches Personal für das Einsatzkommando, doch eine Lösung ist noch nicht in Sicht. Rudi Moerman von der Polizeigewerkschaft NSPV betonte hierzu in der VRT: "Die Bürgermeister haben zusammengesessen, aber keine Lösung gefunden. Teilweise sind sie mit einer internen Umbesetzung einverstanden, aber ein anderer Teil macht noch Probleme. Ich bin enttäuscht."

Letzte Woche Freitag habe man mit dem Vorsitzenden alleine am Verhandlungstisch gesessen. Dabei habe man etwas mehr erreichen können, aber sobald andere hinzukämen, würde wieder jeder nur für seine Gemeinde verhandeln, so der Gewerkschafter noch.

Und damit suchen die Bürgermeister der Polizeizone Brüssel-West an diesem Dienstag weiter nach einer Lösung für den latenten Personalmangel bei der Polizei.

Kris Verstraeten von der Beamtengewerkschaft VSOA hofft dennoch auf einen Durchbruch an diesem Dienstag. Er fordert eine Gleichbehandlung aller Abteilungen innerhalb der Polizeizone. Die Mittel, die zur Verfügung stünden, so der Gewerkschafter, würden derzeit einfach nicht gleich verteilt. In einigen Abteilungen sei der Mangel gering, doch beim Interventionsteam hingegen sehr groß. "Es ist eine Frage der Priorität und diese legen die örtlichen Politiker offenbar auf die Verkehrspolizei und nicht auf das Einsatzteam", kritisierte Verstraeten.