Bäcker lässt zwei verletzte Arbeiter im Stich

Der Betreiber einer illegalen Bäckerei neben einem Supermarkt in Gent hat zwei Mitarbeiter, die offenbar durch eine CO2-Vergiftung in Ohnmacht gefallen waren, im Stich gelassen. Die beiden Arbeiter, womöglich Schwarzarbeiter, befanden sich am Mittwochmorgen noch in Lebensgefahr.

Auf Bildern einer Überwachungskamera ist zu sehen, wie eine Person in der Nacht zum Dienstag zwei Männer aus der Bäckerei in Richtung des nahegelegenen Carrefour-Parkplatzes schleift und diese dort sich selbst überlässt. Der Mann selbst flüchtete. Etwas später werden die beiden auf dem Parkplatz liegenden Männer entdeckt und in ein Krankenhaus gebracht, wo sie immer noch um ihr Leben kämpfend, auf der Intensivstation liegen.

Inzwischen hat sich ein Verdächtiger in diesem Fall bei der Polizei gemeldet und gestellt. Offenbar handelt es sich dabei um den Betreiber der illegalen Bäckerei. Vermutlich haben die beiden Männer in dieser Bäckerei schwarzgearbeitet und ihr Chef wollte wohl Unannehmlichkeiten vermeiden.

"Cowboys und moderne Sklavenhalter"

Der Genter Stadtverordnete Christophe Peeters (Open VLD), der unter anderem für den Mittelstand zuständig ist, bedauerte den Vorfall und will solchen Machenschaften einen Riegel vorschieben, wie er am Mittwochmorgen gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion erklärte:

„Lassen sie mich deutlich sein: All diese Cowboys und modernen Sklavenhalter, die Menschen irgendwo illegal und unter erbärmlichen Umständen in Kellern arbeiten lassen, müssen bestraft werden. Ich möchte das koordiniert angehen und ich will mich so schnell wie möglich mit den staatlichen Kontrollbehörden zusammensetzen. Das Problem ist nicht nur, dass hier Menschen ausgebeutet werden, sondern dass es sich hierbei auch um total unlauteren Wettbewerb handelt.“