Amri war vor Anschlag oft in Belgien

In den Monaten vor dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche soll Attentäter Anis Amri mehrmals von Nordrhein-Westfalen nach Belgien gereist sein, wo es eine gut organisierte Islamisten Szene gibt. Das berichtet die „Welt am Sonntag“.

Das geht der Sonntagszeitung zufolge aus dem ersten „Sachstandsbericht“ zum Terroranschlag an der Berliner Gedächtniskirche hervor, mit dem sich das geheim tagende Parlamentarische Kontrollgremium des deutschen Bundestags am Montag befassen wird. Wen er in Belgien traf und was er genau hier wollte, ist unklar.

Demnach finanzierte sich der Terrorist als Drogendealer. Er konsumierte auch selbst regelmäßig Ecstasy und Kokain. Schon in seinem Heimatland Tunesien war der 24-Jährige wegen Drogendelikten aufgefallen.

Amri war am 19. Dezember mit einem gekaperten Lkw in einen Berliner Weihnachtsmarkt gerast. Dabei wurden 12 Menschen getötet und mehr als 50 verletzt.. Ermittler fragen sich, ob der Täter unter Drogeneinfluss stand.

Deutsche und italienische Ermittler haben sein Flucht nach Italien rekapituliert. Nicht auszuschließen ist, dass Amri nach Süditalien wollte. Laut dem Bericht ist die Reiseroute immer noch nicht ganz geklärt. Am 23. Dezember hatte ihn die italienische Polizei in Sesto San Giovanni im Großraum Mailand bei einer Kontrolle erschossen.