Neuer Index-Warenkorb und teures Wintergemüse

Der Warenkorb, der den die belgischen Löhne, Gehälter und Bezüge mitbestimmt, ist um einige Produkte angepasst und erweitert worden. Das hiesige Gehaltsgefüge wird ab demnächst auch von den Preisen für Synthesizern, Smartwatches oder Lunchboxen mitbestimmt. Andere, heute weniger trendige Artikel, werden gestrichen. Ob darunter auch grünes Gemüse ist, sei dahingestellt. Auf jeden Fall sind Spinat und andere Gemüsesorten in diesen Tagen recht teuer.

Der Warenkorb, der den Gehaltsindex bzw. die Teuerungsrate bestimmt, wird in Belgien von den Sozialpartnern (Arbeitgeber und Gewerkschaften) zusammengestellt und der Bundeswirtschaftsminister muss dem zustimmen.

Jährlich wird dieser Warenkorb den Bedürfnissen oder den Trends am Markt entsprechend angepasst.

Vor einigen Jahren noch fand alle acht Jahre eine umfassende Reform statt und alle vier Jahre eine kleine. Doch auch dieser Vorgang wurde den rasch wechselnden Trends angepasst.

Derzeit befinden sich 633 verschiedene Produkte in diesem Warenkorb, zu dem jetzt auch Smartwatches, Synthesizer, Bahnreisen ins Ausland, Musikunterricht, Schulausflüge mit Ziel Wald, Lunchboxen, Schulbücher für Hochschul- und Universitätsunterrichte sowie die Honorare für Anwälte gehören.

Teures Gemüse

In diesen Tagen sind die Preise für Spinat, Feldsalat und andere grüne Gemüse in den Geschäften und Supermärkten in Belgien deutlich nach oben geschossen. Mit Indextrends oder gestiegener Nachfrage hat das allerdings wenig zu tun. Vielmehr sorgt Väterchen Frost auch in Südeuropa, genauer in Spanien und in Italien, für eisige Temperaturen und von dorther importiert Belgien in der Winterzeit sein Blattgemüse.

Vor der Kältewelle sorgte heftiger und anhaltender Regen für schlechte Qualität bei Blattgemüse aus diesen Ländern. Darunter litt und leidet vor allem der Anbau unter freiem Himmel oder in unbeheizten Gewächshäusern. Porree und Kohl hingegen verkraften kalte Temperaturen bis zu -4°C. Diese Gemüsesorten liegen denn auch zur Genüge in Belgiens Verkaufsregalen. Bei anderen Produkten, inzwischen sogar bei Salat und Zucchini, haben sich die Preise teilweise glatt verdoppelt.