"Einen neuen Vornamen bitte!"

Eine Rekordzahl von 1050 Belgiern hat 2016 einen neuen Vornamen beantragt. Das sind drei Mal so viele Anträge wie vor 20 Jahren. In der Mehrzahl der Fälle handelt es sich um Personen, die einen lächerlichen oder einen altmodischen Vornamen loswerden wollen oder um Transsexuelle.

Die Zunahme der Namensänderungs-Anträge ist so stark, dass Justizminister Koen Geens (CD&V) die Abwicklung jetzt flexibler gestalten will, schreiben die Zeitungen Het Nieuwsblad und Het Belang van Limburg.

Offiziell muss der Justizminister derzeit noch höchstpersönlich bei jeder einzelnen Änderung des Vornamens zustimmen. Doch mit einem neuen Gesetzesentwurf will Geens diese Befugnis seinen Justizbeamten abtreten.

Anlass seines Entschlusses ist die weiterhin steigende Zahl der Anträge. 1997 hatten nur 370 Menschen einen Antrag in dieser Hinsicht gestellt. Letztes Jahr wollten schon 1.050 Menschen einen neuen Vornamen haben. Hinzu kommen noch mehrere Hundert Menschen, die sowohl einen neuen Vornamen als auch einen neuen Nachnamen wünschen.