Wieder Feinstaubwarnung für Teile Belgiens

Sowohl in Flandern, als auch in der wallonischen Region zwischen den Flüssen Sambre und Maas sowie im Norden Walloniens ist am Sonntag der Informations-Grenzwert von 50 m³ Feinstaub pro Kubikmeter Luft überschritten worden. Die Behörden raten deshalb vom Anheizen von Kachelöfen und offenem Feuer in Kaminen ab.

Zudem sollen Personen mit Atemproblemen oder mit Herz- oder Gefäßkrankheiten auf anstrengende Tätigkeiten verzichten. Vereinzelt wurde der Informations-Grenzwert von 50 m³ Feinstaub pro Kubikmeter Luft schon am Samstagabend überschritten. Die Werte lagen und liegen in Flandern bei etwa 56 µg/m³ und im Norden der Täler von Sambre und Maas in Wallonien bei 57 µg/m³.

Im Rest der Wallonie und in der Region Brüssel-Hauptstadt blieben die aktuell gemessenen Feinstaubwerte zunächst unter dem Informationswert. In Wallonien wurden durchschnittlich 49 µg/m³ gemessen und in Brüssel sogar „nur“ 44 µg/m³. Doch im Laufe des Nachmittags änderte sich dies in der Hauptstadt. Nach 16 Uhr wurde hier ein Wert von 52 µg/m³ festgestellt, wie die interregionale Umweltbehörde IRCEL meldete.

Nach Ansicht der flämischen Umweltbehörde VMM wird sich die Lage in den kommenden Tagen angesichts der Wettervorhersagen kaum ändern. Deshalb rät sie dazu, am Montag und am Dienstag auf Holzfeuer in Kaminen und Öfen zu verzichten. Das Verbrennen von Holz wirkt sich auf die Luftverhältnisse bekanntlich sehr negativ aus.

Damit ist der Alarmwert von 70 m³ Feinstaub pro Kubikmeter Luft noch nicht erreicht. Dieser müsste an zwei Tagen in Folge erreicht werden, bevor die Behörden zu Maßnahmen greifen, bzw. bevor Smogalarm mit Tempolimits erlassen wird.

Feinstaub ist ein mikroskopisch kleiner und feiner Staub, der durch den Ausstoß von Schadstoffen durch die Industrie, den Straßenverkehr, durch Heizungen von Gebäuden, durch Holzöfen und offenes Feuer oder durch die Landwirtschaft entsteht. Auch herkömmliche CO2-Filter oder Katalysatoren von Verbrennungsmotoren können diesen Feinstaub kaum aufhalten.