Flanderns Mittelstand investiert zu wenig

Den meisten kleinen und mittelgroßen Unternehmen im belgischen Bundesland Flandern geht es finanziell und wirtschaftlich recht gut, doch die Mittelständler investieren zu wenig aus ihren Gewinnen in ihre eigenen Firmen. Dies ist aus dem aktuellen Jahresbericht des Unternehmerverbandes Unizo ersichtlich.

Drei von vier der kleinen und mittelgroßen mittelständischen Unternehmen (KMO) in Flandern sind gesund, auch wenn die meisten derzeit noch nicht zu der Produktivität zurückgefunden haben, die sie bis zur allgemeinen Wirtschafts- und Bankenkrise 2008 erreichen konnten.

Sie haben genug Geld, doch dieses Geld investieren sie nicht unbedingt in ihre eigenen Unternehmen, z.B. in Infrastruktur, Modernisierung oder in zusätzliches Personal. Laut Karel Van Eetveldt, CEO des Mittelstandsverbandes Unizo für Flandern und Brüssel, ist der Ansicht, dass dies an Unsicherheiten über die Steuerpolitik in Belgien liegt.

Gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion sagte er dazu: „Wir dürfen nicht vergessen, dass sich die Zinsabschlagssteuern oder die Steuervorabzüge innerhalb von nur vier Jahren verdoppelt haben. Das ist etwas, das vor allem die Selbständigen fühlen. Die Unternehmer vergessen auch nicht, dass schon wieder über neue Steuern gestritten wird, wie zum Beispiel die Mehrwertsteuer. Man hört doch, dass man vor Investitionen zögert.“