Regierung plant Treffen mit Anschlagsopfern

Premierminister Charles Michel (MR - Foto) kündigte am Donnerstag im belgischen Bundesparlament an, dass sich sein Regierungskabinett am 13. Februar mit Opfern oder deren Angehörigen der Anschläge vom 22. März 2016 treffen wird. Einige der Betroffenen hatten um ein solches Treffen gebeten.

Einige Opfer der Anschläge oder Angehörige von Opfern der Anschläge auf Brüssel und Zaventem am 22. März 2016 hatten im zuständigen Parlamentsausschuss bedauert, dass ihnen die Regierung kaum helfe und dass sie nur schwerlich ihren Weg durch die Verwaltungsebenen in unserem Land finden.

Danach wollte der Abgeordnete der frankophonen Zentrumsparte CDH, Georges Dallemangne, von Premier Michel wissen, war er und seine Regierung bisher in dieser Frage unternommen hätten und was sie noch gedenken, zu tun. Darauf antwortete Michel sehr konkret, dass man sich am 13. Februar mit den Betroffenen an einen Tisch setzen werde. Man werde eine Delegation der Opfer empfangen, „um ihnen zuzuhören.“

Der belgische Regierungschef wies aber auch darauf hin, dass in den vergangenen Monaten zahlreiche der Betroffenen gesehen habe und das die Anlaufstelle der Regierung rund 700 Telefongespräche geführt habe und dass Mitarbeiter der Kabinette rund 1.500 Emails beantwortet hätten.

In den meisten Fällen habe es sich dabei um Fragen nach Informationen gehandelt oder um die Frage, wo entsprechende Informationen erhältlich seien. Michel nannte aber auch weitere Maßnehmen, die in Vorbereitung seien, wie z.B. ein besseres Statut für die Anschlagsopfer, dass ebenfalls im Februar im Parlament besprochen werde.

Zudem seien die möglichen Entschädigungssummen, die den Opfern ausbezahlt werden, erhöht worden, so der Premier. Bisher seien bereits Entschädigungen in Höhe von rund 1 Mio. € ausbezahlt worden.

Die belgische Bundesregierung will sich in dieser Frage beschäftigen und mithilfe des Parlaments schauen, was gut verlaufen ist und wo Nachholbedarf liegt. Aus diesem Austausch sollen die nötigen Schlüsse gezogen werden, um in Zukunft besser gewappnet zu sein.