Belgiens Premier kritisiert Trumps Einreisestopp für Muslime aus 7 Ländern

Belgien kritisiert den von dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump angeordneten Einreisestopp für Muslime aus sieben Ländern. Das sagt Belgiens Premierminister Charles Michel (MR) (Foto). "Unser Land wird sich kein Beispiel daran nehmen und um eine genauere Erklärung über den diplomatischen Weg bitten."

Trump hat die Einreise von Flüchtlingen und Migranten in die USA  massiv eingeschränkt. Per Dekret, das der Präsident am Freitag unterzeichnete, ordnete Trump an, dass Bürger aus dem Irak, Iran, Jemen, Libyen, Sudan, Somalia und Syrien vorerst kein Visum mehr für die Vereinigten Staaten erhalten. Das Flüchtlingsprogramm der USA wird zudem ebenfalls eine Zeitlang ausgesetzt. Die Einreise syrischer Flüchtlinge wird selbst auf unbestimmte Zeit gestoppt.

In einer kurzen Reaktion erklärte der belgische Premier, Charles Michel, dass er den Einreisestopp nicht gut heiße. Belgien werde sich kein Beispiel daran nehmen und über den diplomatischen Weg um weitere Erklärungen bitten.

Michel unterstrich allerdings auch, dass es sich bei den Maßnahmen um eine souveräne Entscheidung handele. "Die Asylpolitik ist Sache der amerikanischen Regierung", sagte der Premier. Gleichzeitig versprach Michel, dass er das Ganze auf mögliche Folgen für unsere Bürger hin gut im Auge behalten werde.