Abrini von Anti-Terror-Richter in Frankreich angeklagt

An diesem Montag ist Mohamed Abrini, der als 11. Mann des Terrorkommandos vom 13. November 2015 gilt, von einem Anti-Terror-Richter in Paris angeklagt worden. Er gilt als Bindeglied zwischen den Terrorzellen von Paris und Brüssel. Der 31-jährige Belgier mit marokkanischen Wurzeln ist für 24 Stunden an die französischen Justizbehörden übergeben worden, um im Pariser Justizpalast von den französischen Ermittlern verhört zu werden.

Abrini ist der Hauptverdächtige der Attentate von Paris und Brüssel. Die verübergehende Übergabe erfolgt im Rahmen eines Justizabkommens zwischen Frankreich und Belgien, teilte die belgische Staatsanwaltschaft am Montag mit.

Die französischen Anti-Terror-Richter hatten am 24. November 2015 einen Haftbefehl gegen Mohamed Abrini ausgestellt. Abrini werden Morde in Verbindung mit Beziehungen zu einer organisierten terroristischen Zelle vorgeworfen. Seinen Anwälten zufolge habe ihm der Richter am Montag "keine Fragen gestellt."

Gegen Abrini, der im April 2016 in Anderlecht verhaftet wurde, läuft auch eine Anklage wegen der Anschläge in Brüssel. Ihm wird eine aktive Rolle bei den Attentaten vorgeworfen. Seine DNA ist an zwei Orten, die die Terroristen in Schaerbeek als Versteck nutzten, gefunden worden.