König Philippe kritisiert Brexit und Trump

Belgiens Monarch, König Philippe (Foto), hat Kritik am Brexit und an der Politik des neuen US-Präsidenten Donald Trump geäußert. Im Rahmen seiner Ansprache vor den höchsten Repräsentanten des Landes sagte Philippe, es habe keinen Sinn Mauern zu bauen oder sich in „utopisch nostalgische Denkweisen zurückzuziehen.“

Nach jährlicher Tradition hatte das belgische Königshaus auch jetzt wieder die wichtigsten Repräsentanten des Landes empfangen. In seiner diesjährigen Neujahrsbotschaft legte König Philippe seinen Fokus auf den bevorstehenden Austritt der Briten aus der Europäischen Union und auf die Politik des neuen amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Dabei sparte er nicht an Kritik an diesen beiden Ländern.

„An das Jahr 2016 werden wir uns für immer daran erinnern, dass sich zwei große befreundete Länder dazu entschlossen, ihre Politik vornehmlich nur noch auf sich selbst auszurichten. (…) Hiermit versuchen sie den Lauf der Geschichte umzukehren. Und dies steht genau im Gegensatz zu ihrer eigenen Tradition von Offenheit und Freigiebigkeit und entgegen dem Anschluss an unseren gemeinsamen Traum und unser gemeinsames Engagement.“, so der König.

Weiter wies der belgische Monarch auf die allgemeine Vertrauenskrise in der westlichen Welt hin. Und er erinnerte einmal mehr an die Wichtigkeit mit dem Umgang mit den neuen Technologien. Gleichzeitig aber nuancierte er und er warnte auch vor den Gefahren: „Die digitale Revolution kann zwar die Illusion erwecken, dass wir alles wissen, doch dieses falsche Gefühl von Allmacht wird für viele zu einer Quelle der Frustration. Die digitale Revolution trägt damit auch zur Vergrößerung des Abstandes zwischen dem Individuum und der Obrigkeit bei.“