Allgemeine Stallpflicht wegen Vogelgrippe

Bei einem Hobbyzüchter für Ziervögel in Lebbeke in der Provinz Ostflandern ist am Mittwoch Vogelgrippe festgestellt worden, wie die belgische Bundesagentur für Lebensmittelsicherheit, FAVV, dazu meldet. Das bedeutet, dass die präventive Stallpflicht für professionelle Geflügelzüchter wegen Vogelgrippe jetzt auch auf private und hobbymäßige Züchter im ganzen Land ausgeweitet wird.

Rund um Lebbeke herum wurde eine Sperrzone mit Stallpflicht eingerichtet, nach dem dort ein Fall von Vogelgrippe bekannt wurde. Nach der Meldung zu diesem Fall bei einem privaten Züchter von Ziervögeln wurde diese Stallpflicht jetzt landesweit ausgeweitet.

Das bedeutet, dass in einem Umkreis von 3 km um die betroffene Gemeinde herum Stallpflicht oder zumindest Abschirmung durch Netze für alle Arten Federvieh gilt: Hühner, Enten und andere Laufvögel und auch Ziervögel. Die Lebensmittelbehörde FAVV will damit jeden Kontakt zu Wildvögeln absolut vermeiden. Innerhalb von 48 Stunden müssen alle Halter von Federvieh in diesem Bereich dem Bürgermeister von Lebbeke ihren Vogelbestand melden.

Vogelgrippe wird durch einen Virus verursacht, der dem Grippevirus bei Menschen ähnlich ist. Seit einigen Monaten ist der Vogelvirus H5N8 in unseren Nachbarländern aktiv. Aus diesem Grunde hatte Belgiens Landwirtschaftsminister Willy Borsus (MR) am 10. November 2016 Stallpflicht für alle professionellen Geflügelhalter und -züchter angeordnet und dies für das gesamte Land. Der Virusfall von Lebbeke ist der erste Fall in ganz Belgien. Doch dieser Fall sorgt jetzt ab Donnerstagmittag für eine allgemeine Stallpflicht in ganz Belgien.

Keine Gefahr für die Gesundheit

Gleichzeitig sind alle Märkte für Federvieh untersagt und auch auf normalen Wochenmärkten darf vorläufig kein Federvieh angeboten werden. Die Lebensmittelbehörde legt Wert auf die Feststellung, dass im Falle von Vogelgrippe keine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung vorliegt. Fleisch und Eier von Federvieh könne problemlos verspeist werden, hieß es dazu von Seiten der FAVV.